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Projekt "Natur neben dem Gleis" – die Ergebnisse der Kartierungen

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Im Rahmen des Biodiversitätsprojektes «Natur neben dem Gleis» wurden im Jahr 2016 die Reptilien­vorkommen entlang der Bahnlinie zwischen Zürich-Altstetten und Knonau erfasst. Das Ziel war, aktuelle Verbreitungsdaten zu erhalten und den Mitgliedern von Naturschutzvereinen die wenig beachtete Tiergruppe und den unbekannten Lebensraum näher zu bringen.

Die Erfassung der Reptilien erfolgte mit Hilfe von 380 Bitumenwellpappen, die innerhalb von elf Abschnitten ausgelegt wurden. Diese dienten den Reptilien als künstliche Verstecke. In wöchentlichen Begehungen von April bis Oktober kontrollierten 60 ehrenamtliche Mitarbeitende die ausgelegten Platten.

Zusammen beobachteten sie in knapp 600 Stunden 769 Blindschleichen, 1086 Zauneidechsen, 115 Mauereidechsen, 19 Ringelnattern und 7 Schlingnattern. Damit konnten sie die fünf an dieser Bahn­strecke lebenden Reptilienarten nachweisen. Während die Blindschleiche und Zauneidechse in allen Abschnitten gefunden wurde, konnte die im Knonauer Amt eingeschleppte Mauereidechse nur im Bereich Landikon bis Bonstetten nachgewiesen werden. Einzelne Ringelnatterbeobachtungen gelangen in sechs von elf Abschnitten. Der Schlingnatter begegneten die Kartierer nur zwischen Birmensdorf und Urdorf.

Die Resultate leisten einen wertvollen Beitrag zur Schliessung von Datenlücken in der Verbreitungs­karte. Sie belegen, dass Blindschleichen und Zauneidechsen im gesamten Perimeter häufig sind. Auch die Ringelnatter scheint im ganzen Abschnitt vorzukommen, während sich die Mauereidechse noch nicht über Landikon nach Norden bzw. Bonstetten nach Süden hinaus ausgebreitet hat. Die Schlingnatternachweise sind die ersten seit 2007 – ein toller Erfolg!

Viele positive Rückmeldungen seitens der ehrenamtlichen Kartierer zeigen zudem, dass bei vielen von ihnen das Interesse an den Reptilien geweckt wurde. Somit scheint auch das zweite Ziel des Projektes erreicht worden zu sein.


Weitere Informationen zum Projekt "Natur nebem dem Gleis" >>>

 

Text: Manuel Frei